Definition Was ist Deep Fake?

Von kirstin236 2 min Lesedauer

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Mit fortschreitender Entwicklung von Künstlicher Intelligenz wird Deep Fake ein häufiges, fast alltägliches Phänomen. In diesem Umfeld die Sicherheit von Informationen und deren Authentizität zu gewährleisten, ist dauernde Herausforderung für Unternehmen und Institutionen.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
(Bild: © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)

Moderne Artificial-Intelligence-Anwendungen (AI) bringen viele positive Neuerungen und Erleichterungen in Unternehmen sowie die gesamte digitale Welt. Sie bergen auch Risiken. Deep Fake gehört hier zu den maßgeblichen Gefahren. Es öffnen sich ständig mehr Manipulationsmöglichkeiten für digitale Inhalte. Während die Fälschungen von Bildinhalten wie Gesichtern, von Stimmen und Texten bis vor einiger Zeit technisch noch aufwendig war, macht es Künstlicher Intelligenz (KI) Manipulatoren leicht. Ein Ende der sich entwickelnden Manipulationstechniken ist nicht abzusehen.

Gefährliche Szenarien

Folgende Risiken- und Gefahrenszenarien für Unternehmen sind nach Auffassung des Bundesamtes für Informationssicherheit (BSI) derzeit bereits relevant:

  • Biometrische Systeme werden überwunden und ausgehebelt. Mit der Fälschung medialer Inhalte wie Gesicht und Stimme einer bestimmten Zielperson lässt sich eine Identität vorspielen. Biometrische Systeme sind auf bestimmte Ausgangssignale angewiesen, die heute mit KI manipuliert werden können.
  • Phishing-Angriffe werden über Social Engineering initiiert. Dabei sollen Informationen und Zugangsdaten erbeutet werden. Die denkbaren Szenarien sind vielfältiger Natur. Insbesondere im Bereich finanzieller Transaktionen sind die Risiken hoch.
  • Deep Fake kann genutzt werden, um Persönlichkeitsrechte zu verletzten und etwa Menschen/Unternehmen zu verleumden.
  • Desinformationskampagnen in großem Stil sind möglich, die Situationen destabilisieren und Unsicherheit schüren.

Manipulationen mit Deep Fake können eine Vielzahl von Folgen auslösen. Neben finanziellen Schäden drohen politische Verwerfungen und eine Aushöhlung des Persönlichkeitsschutzes. Die Authentizität von Informationen und das Vertrauen in deren Wahrheitsgehalt werden zu komplexen Themen. Die allgemeine Unsicherheit und verfälschte Informationen können zu Fehleinschätzungen und -entscheidungen führen. Der Zweifel und die Instabilität in wirtschaftlichen und politischen Umfeldern wachsen.

Lösungen und Schutz für Deep-Fake-Phänomene

Die eine zielführende Maßnahme beim Schutz gegen Deep Fake gibt es nicht. Herausfordernd bei der Prävention ist unter anderem, dass sich die KI-Systeme ständig weiterentwickeln. Ähnlich wie beim Kampf gegen Cyberattacken und -kriminalität allgemein geht der Schutz in seiner Wirkung häufig nicht voran, sondern man kann nur reagieren. Folgende Gesichtspunkte bieten Anknüpfungen im Schutz gegen Deep Fake:

  • Laufende Information und Aufklärung auf allen Ebenen digitaler Aktivität: Noch haben Deep-Fake-Manipulationen bestimmte Merkmale, die sie erkennbar machen.
  • Aufmerksamkeit, Prävention und Flexibilität schaffen Bewusstsein für die Gefahr.
  • Im Zweifel mehr Kommunikation zwischen Beteiligten

Technische Maßnahmen wie die Einrichtung von Detektoren zur automatischen Erkennung können ihren Beitrag leisten, bieten aber keine 100-prozentige Sicherheit. Generalisierbarkeit und Angreifbarkeit durch KI-Angriffe sind dabei Herausforderungen.

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